Kundenportal von TINETZ
Verbrauchsdaten einsehen, Datenfreigaben verwalten, Zählerstand melden, Dokumente abrufen.
IME oder DSZ - die Entscheidung mit Folgen
TINETZ bietet zwei Smartmeter-Konfigurationen an. Beide rechnen monatlich nach tatsächlichem Verbrauch ab und beide lassen sich fernschalten. Der Unterschied liegt darin, was gemessen wird - und was Sie dadurch sehen.
| Merkmal | IME (Standard) | DSZ (Opt-out) |
|---|---|---|
| Tageswerte | ja | nein |
| 15-Minuten-Verbrauchswerte | ja | nein |
| Monatswerte | ja | ja |
| Höchster Viertelstunden-Leistungswert | ja | ja |
| Übertragung an TINETZ | einmal täglich | monatlich |
| Verbrauchsübersicht im Kundenportal | ja, am Folgetag | nein |
| Flexible Tarife | möglich | ausgeschlossen |
| Kundenschnittstelle am Zähler | aktivierbar | deaktiviert |
Der digitale Standardzähler blockiert nicht nur die Datenübertragung, sondern auch die Kundenschnittstelle am Gerät. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu manchen anderen Netzbetreibern: Wer in Tirol datensparsam bleiben will, kann seinen Verbrauch auch lokal nicht mehr in Echtzeit auslesen - für Smart-Home-Steuerung, Überschussladen oder eine Speicherregelung fällt diese Grundlage damit weg.
Wer die Voraussetzungen für das Opt-out nach § 54 Abs. 2 ElWG überhaupt erfüllt, steht bei den Ausschlussgründen für den Widerspruch. Kurz gefasst: Sobald Wärmepumpe, Ladepunkt, Speicher oder eine Erzeugungsanlage am Zählpunkt hängen, ist der DSZ ohnehin keine Option mehr.
Speicherfristen im Gerät
TINETZ nennt die Fristen konkret, sie entsprechen den Vorgaben des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes.
- Tages- und Viertelstundenwerte
- 60 Tage im Zähler
- Monatswerte
- 15 Monate im Zähler
- Sichtbarkeit im Portal
- am Folgetag nach dem Verbrauch
Was zusätzlich in den zentralen Systemen des Netzbetreibers liegt und wie lange, steht bei den Speicherfristen nach ElWG.
Datenfreigabe für Energiegemeinschaften
Wer einer Energiegemeinschaft beitritt, muss TINETZ die Verbrauchsdaten des Zählpunkts freigeben. Das läuft über das Kundenportal und ist der Schritt, an dem die Anmeldung erfahrungsgemäß am häufigsten hängen bleibt.
- Im Kundenportal anmelden unter kundenportal.tinetz.at. Beim ersten Mal ist eine Registrierung nötig.
- Menüpunkt Datenfreigaben öffnen. Er sitzt weit unten in der Navigation - wer ihn nicht findet, sucht meist zu weit oben. Wer noch keinen Smart Meter hat, aktiviert die Viertelstundenwerte unter den Wahlmöglichkeiten für intelligente Messgeräte.
- Je Zählpunkt einzeln freigeben. Bezug und Einspeisung sind getrennte Zählpunkte und brauchen jeweils eine eigene Freigabe.
- Auf die Bestätigung warten. Nach dem Klick dauert es einen Moment, bis der Eintrag unter den laufenden Freigaben erscheint. Aktivierung und Nutzung sind kostenlos, zusätzliche Entgelte fallen keine an.
Was das Portal sonst kann
- detaillierte Verbrauchsdaten einsehen, bei IME-Konfiguration ab dem Folgetag
- Zählerstand melden
- Termin für den Zählertausch vereinbaren
- persönliche Dokumente abrufen
- Services rund um den Stromanschluss abwickeln
- Einstellungen am Smart Meter ändern
Ob TINETZ für Ihre Adresse zuständig ist, klärt die Zählpunktnummer auf der Stromrechnung: Beginnt sie mit AT005000, ist TINETZ Ihr Netzbetreiber. Beginnt sie mit AT005100, sind es die Innsbrucker Kommunalbetriebe - ein eigenständiger Netzbetreiber mit eigenem Portal.
Kontakt zu TINETZ
6065 Thaur
- Firmenwortlaut
- TINETZ-Tiroler Netze GmbH
- Zählpunkt-Präfix
AT005000- Konfigurationen
- IME (Standard) und DSZ (digitaler Standardzähler)
- Kundenportal
- kundenportal.tinetz.at
- Nicht zu verwechseln mit
- Innsbrucker Kommunalbetriebe (
AT005100) - eigener Netzbetreiber im Innsbrucker Stadtgebiet
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen IME und DSZ bei TINETZ?
IME ist das intelligente Messgerät mit erweiterten Funktionen: Es überträgt einmal täglich Tageswerte und 15-Minuten-Verbrauchswerte, die am Folgetag im Kundenportal sichtbar sind. Der digitale Standardzähler DSZ erfasst weder Tages- noch 15-Minuten-Werte, sondern nur Monatswerte und den höchsten Viertelstunden-Leistungswert.
Was verliere ich mit dem digitalen Standardzähler?
Drei Dinge auf einmal: die Verbrauchsübersicht im Kundenportal, den Zugang zu flexiblen Tarifen und die Kundenschnittstelle am Zähler. Beim DSZ bleibt die Schnittstelle deaktiviert - Momentanwerte lassen sich also auch lokal nicht auslesen, obwohl diese Daten das Haus nie verlassen würden.
Wie lange bleiben meine Daten im TINETZ-Zähler gespeichert?
Tages- und Viertelstundenwerte 60 Tage lang, Monatswerte 15 Monate. Diese Fristen entsprechen den Vorgaben des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes und gelten unabhängig davon, ob die Werte zusätzlich in den zentralen Systemen des Netzbetreibers liegen.
Wie gebe ich meine Daten für eine Energiegemeinschaft frei?
Im TINETZ-Kundenportal unter dem Menüpunkt Datenfreigaben. Die Freigabe erfolgt je Zählpunkt einzeln - wer Bezug und Einspeisung getrennt hat, muss beide freigeben. Nach dem Klick auf Freigeben dauert es einen Moment, bis der Eintrag unter den laufenden Freigaben erscheint. Die Nutzung ist kostenlos.
Welche Nummer gilt bei einem Stromausfall in Tirol?
Die Störungshotline von TINETZ ist rund um die Uhr unter +43 50708-123 erreichbar. Bei akuter Gefahr für Personen zusätzlich den Notruf 112 wählen. Die allgemeine Serviceline lautet +43 50708-190 und ist Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag von 7 bis 12.30 Uhr besetzt.
Stand: 10. August 2026. Angaben zu Konfigurationen, Speicherfristen, Portal und Kontakt stammen von tinetz.at, der Ablauf der Datenfreigabe aus der Dokumentation für Energiegemeinschaften. Telefonnummern und Portalfunktionen können sich ändern - maßgeblich ist die Auskunft von TINETZ.