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Smart Meter Plus oder Stromzähler Light
Zwei Namen für die zwei Grundeinstellungen, die das Gesetz vorgibt. Der Unterschied ist nicht nur, wie fein gemessen wird, sondern auch wann überhaupt etwas übertragen wird.
| Merkmal | Smart Meter Plus | Stromzähler Light |
|---|---|---|
| Status | Standard seit 24. Dezember 2025 | Opt-out-Variante |
| Erfasste Werte | Viertelstundenwerte | Monatswerte und höchster monatlicher Leistungswert |
| Übermittlung | täglich, automatisch | nur bei Bedarf |
| Empfänger | Netzbetreiber und Energielieferant | Netzbetreiber |
| Flexible Tarife | möglich | ausgeschlossen |
| Detaillierte Verbrauchseinsicht | ja | nein |
„Nur bei Bedarf" heißt konkret: zur Abrechnung, beim Lieferantenwechsel und beim Umzug. Eine laufende tägliche Übertragung gibt es beim Stromzähler Light nicht - für datenschutzbewusste Haushalte ist das die sparsamste Variante, die das Gesetz überhaupt zulässt.
Vorarlberger Energienetze weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Option unter bestimmten Bedingungen nicht mehr zulässig ist - genannt wird der Betrieb einer PV-Anlage. Das folgt aus § 54 Abs. 2 ElWG: Sobald eine Erzeugungsanlage, eine Wärmepumpe, ein Ladepunkt oder ein Stromspeicher am Zählpunkt hängt, entfällt das Widerspruchsrecht. Die vollständige Liste der Ausschlussgründe steht bei den Voraussetzungen für das Opt-out.
Was sich mit dem 24. Dezember 2025 geändert hat
An diesem Tag ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz in Kraft getreten. Seither ist die Viertelstundenmessung der gesetzliche Regelfall - vorher war sie eine Option, die man aktiv anfordern musste. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die Zählpunkte nach den gesetzlichen Fristen umzustellen, gestaffelt nach Jahresverbrauch bis 2028.
Für Vorarlberger Haushalte bedeutet das dreierlei: Die Umstellung kommt ohnehin, der Widerspruch ist nur noch unter engen Voraussetzungen möglich, und wer nicht auf den automatischen Termin warten will, kann früher umstellen. Der handfeste Grund dafür ist das Sommer-Netzentgelt - 20 Prozent Rabatt auf den Netzarbeitspreis zwischen 10 und 16 Uhr von April bis September, aber nur mit aktiver Viertelstundenmessung.
Ob Vorarlberger Energienetze für Ihre Adresse zuständig ist, klärt die Zählpunktnummer: Beginnt sie mit AT006000, ist es dieser Netzbetreiber. Beginnt sie mit AT006110, sind es die Stadtwerke Feldkirch - ein eigenständiger Netzbetreiber mit eigenem Zugang.
Kontakt zu Vorarlberger Energienetze
Beide Störungsnummern sind rund um die Uhr besetzt. Bei Gasgeruch führt auch die österreichweite 128 zum Ziel: Sie landet bei Rettung und Feuerwehr, die den Netzbetreiber verständigen.
6900 Bregenz
- Firmenwortlaut
- Vorarlberger Energienetze GmbH
- Zählpunkt-Präfix
AT006000- Konfigurationen
- Smart Meter Plus (Standard) und Stromzähler Light (Opt-out)
- Kundenportal
- webportal.vorarlbergnetz.at
- Nicht zu verwechseln mit
- Stadtwerke Feldkirch (
AT006110) - eigener Netzbetreiber
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Smart Meter Plus und Stromzähler Light?
Smart Meter Plus ist seit 24. Dezember 2025 der gesetzlich vorgeschriebene Standard: Er erfasst Viertelstundenwerte und übermittelt sie täglich automatisch an Netzbetreiber und Energielieferant. Stromzähler Light ist die Opt-out-Variante und speichert nur Monatswerte sowie den höchsten monatlichen Leistungswert - übermittelt wird nur bei Bedarf.
Wann wird bei Stromzähler Light überhaupt etwas übermittelt?
Nur bei konkretem Anlass: zur Abrechnung, beim Lieferantenwechsel und beim Umzug. Eine laufende tägliche Übertragung findet nicht statt - das ist der wesentliche Unterschied zum Smart Meter Plus.
Darf ich den Stromzähler Light noch wählen?
Nicht in jedem Fall. Unter bestimmten Bedingungen ist diese Variante nicht mehr zulässig, etwa beim Betrieb einer PV-Anlage. Das folgt aus dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz, das den Widerspruch an enge Voraussetzungen knüpft - bei Wärmepumpe, Ladepunkt, Speicher oder Erzeugungsanlage am Zählpunkt entfällt er.
Was hat sich am 24. Dezember 2025 geändert?
An diesem Tag ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz in Kraft getreten. Seither ist die Viertelstundenmessung der gesetzliche Regelfall statt einer Option, die man anfordern musste. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, die Zählpunkte nach gesetzlichen Fristen entsprechend umzustellen.
Welche Nummer gilt bei einer Störung in Vorarlberg?
Bei Stromstörungen +43 5574 9020-189, bei Gasstörungen +43 5574 9020-128 - beide rund um die Uhr. Alternativ funktioniert bei Gasgeruch auch die österreichweite Notrufnummer 128, die über Rettung und Feuerwehr an den Netzbetreiber weitergeleitet wird.
Stand: 10. August 2026. Angaben zu den Konfigurationen, zur Rechtslage und zum Kontakt stammen von vorarlbergnetz.at. Telefonnummern, Portalfunktionen und Fristen können sich ändern - maßgeblich ist die Auskunft von Vorarlberger Energienetze.